
Karin Jaggi, Valerie Arighetti (ehemals Ghibaudo), Alice Arutkin und Sarah-Quita Offringa sind die Gesichter des Slalom-Worldcups in Spanien. Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen aus aller Welt zeigten Sie an der Costa Brava einen Wettkampf der Spitzenklasse. Nebenbei machten Sie auch am Strand eine gute Figur - so schön kann Windsurfen sein!
Von wegen, Windsurfen ist nur was für Männer: dieses Vorurteil stammt aus einer Zeit, in der die Bretter sperrig, die Segel schwer und die Neoprenanzüge nur für starke Jungs geschnitten waren. Frauen haben die Windsurf-Szene in den letzten Jahren kräftig aufgemischt.
Mitte der 90er Jahre kamen die Windsurf-Amazonen
Für die wachsende Popularität der Sportart bei den Frauen sorgten insbesondere die x-fachen Weltcupsiegerinnen und Zwillinge Daida und Iballa Moreno aus Gran Canaria, die Mitte der 90er Jahre die Weltcupbühne betraten – Auf Gran Canaria wurde ihnen sogar eine Statue als Denkmal errichtet. – Sowie ihre Schweizer Kollegin Karin Jaggi, die alle nicht nur schnell an der Windsurf-Spitze landeten, sondern dort auch bis in die heutigen Tage dominieren. Diese Pionierinnen werden nun von einigen „junge Wilden“ herausgefordert, wie Sarah-Quita Offringa oder Alice Arutkin, die bereits mit 19 bzw. 18 Jahren viele Männer in den (Wind-)Schatten stellen.



Frauen müssen hart um Anerkennung windsurfen
Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Die Surferinnen der PWA Tour, der Profitour der Windsurfer. Sie haben es geschafft, ihren Traum in die Tat umzusetzen. Sie sind Profi-Windsurferinnen. Dabei stellt sich dieses Unterfangen ungleich komplizierter dar als bei den männlichen Kollegen. Sponsoren sind schwieriger an Land zu ziehen, und die Preisgelder sind nur halb so hoch. Während z.B. bei den Männern auf der Profitour für eine Disziplin 30.000 Euro ausgeschüttet werden, sind es bei den Damen nur 15.000 Euro.

Wie sieht es heute aus?
Die Frauen in der Szene verblüffen. Den Ikonen Jaggi und den Moreno Schwestern folgt eine Generation kühner, selbstbewusster und ehrgeiziger Mädels wie beispielsweise Sarah-Quita Offringa (Aruba), die 19jährige Weltmeisterin im Freestyle. Oder Alice Arutkin (Frankreich), die mit ihren 17 Jahren den schwierigen Wave Wettkampf auf Sylt gegen die gesamte Weltspitze gewann. In 2008 wurde sie von der PWA zum „Rookie of the Year“ gewählt. Die beiden und ihre Kolleginnen tragen das Damenwindsurfen in eine neue, modernere Ära. Das lockt auch zunehmend mehr Ladies aufs Brett. In speziellen Windsurfkursen für Frauen werden schon heute die Heldinnen von morgen ausgebildet.


Interviews
Hier ein Interview mit den Morenos (April 2010): http://www.worldofwindsurfing.net/de/press-lounge/stories-nach-ressorts/menschen/moreno-twins.html
Unser Interview mit Sarah-Quita (März 2010): http://www.worldofwindsurfing.net/de/press-lounge/stories-nach-ressorts/menschen/sarah-quita-offringa-aru.html
Neues Video!
Interview mit den PWA-Teilnehmerinnen Karin, Alice und Sarah-Quita (PWA Costa Brava): http://www.worldofwindsurfing.net/en/press-lounge/stories/women/rising-stars.html
Weiterführende Links zum Thema Frauen-Windsurfen:
Ladies of windsurfing: www.flowindsurfing.com
Windgirls: www.windgirls.com
Website der Moreno Twins: http://www.morenotwins.com/?langswitch_lang=en
http://www.morenotwins.com/?langswitch_lang=en
Website von Karin Jaggi: http://www.karinjaggi.com/
http://www.youtube.com/watch?v=-64AX6zXYf4
PWA Profil von Alice Arutkin: http://www.pwaworldtour.com/index.php?id=7&tx_pwasailor_pi1[showUid]=971&cHash=7dc643e8e7
