Die Disziplinen des Windsurfens

Windsurfen ist nicht gleich Windsurfen. Wie in den meisten Individualsportarten gibt es unterschiedliche Varianten des Windsurfens. Denkt man alleine schon an traditionelle Sportarten wie Turnen oder Leichtathletik, dann wird schnell deutlich, wie vielfältig das Spektrum einer einzelnen Sportart sein kann. Beim alpinen Skilauf zum Beispiel reicht die Bandbreite vom Abfahrtslauf über Slalom bis hin zum Freestyle. Noch wichtiger stellt sich dieser Aspekt bei sich stetig weiterentwickelnden jungen Sportarten (Trendsportarten) dar. Eine Stilrichtung entwickelt sich hier oftmals zu einer eigenen Disziplin.

 

Innerhalb des Windsurfens haben sich schon früh verschiedenen Varianten entwickelt, die sich hinsichtlich der Bewegungsabläufe und auch des hierfür eingesetzten Surfmaterials teilweise sehr unterscheiden. Aus diesen Varianten haben sich schnell eigene Disziplinen entwickelt, die heute auf Wettkampfniveau in voneinander getrennten Wertungen bzw. Wettbewerben stattfinden.

 

Zu den wichtigsten Disziplinen im Windsurfen zählen das Waveriding, das Freestyle, diverse Racing-Varianten (wie RS:X, Formula, Slalom oder Supercross), das Speedsurfen und auch das Indoorsurfen.

 

Wave

Beim „Waveriding“ geht es um das Abfahren hoher Wellen. Es geht darum, mit der Welle zu interagieren – genau wie „normale Surfer“ ohne Segel. In den Wettbewerben treten nur je zwei Personen gegeneinander an - und nur einer kommt weiter in die nächste Runde. Zusammen mit dem Freestylen ist das die einzige Disziplin, die durch Kampfrichter bewertet wird.

 

Hier ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=njW6CB8Eh9o&

 

Freestyle

Freestyle ist die jüngste Windsurf-Disziplin. Auch sie wird von Kampfrichtern beurteilt – was zählt, sind spektakuläre, halsbrecherische Sprünge und Manöver. Dadurch, das man auch auf Seen mit verhältnismäßig wenig Wind freestylen kann, ist diese Disziplin in den letzten Jahren so populär geworden.

 

Here is a video of freestyle windsurfing: http://www.youtube.com/watch?v=cmxkdltBdls

 

Race (Olympic Class RS:X, Slalom, Formula and Supercross)

Race windsurfer müssen innerhalb einer gewissen Zeit einen Parcours entlangsegeln. Dieser wird normalerweise durch Bojen markiert und muss auf und ab gesegelt werden – im Gegensatz zum Speedsegeln, hier gibt es einen Racetrack mit Start und Ziel.

 

Es gibt einige Unterkategorien des Racing, wie z.B. Slalom 42 (ein PWA Format, das nur eine gewisse Anzahl an Boards je Gruppe zulässt), Formula (ein ISFC – International Sailiing Federation – Format, das nur Boards nach bestimmten Kriterien zulässt. Der DWC und der Eurocup werden nach diesen Kriterien ausgetragen.)


Eine weitere Besonderheit: Racing ist olympisch! Bei Olympia nennt sich das Race Windsuring „RS:X“, nach dem NeilPryde Board, das für alle Wettkämpfe genutzt wird. Das Board wurde designed, um Windsurfen bei geringem bis mittelstarkem Wind zuzulassen – bei guter Leistung.

 

Speed

Speed Windsurfing bedeutet, einen Race Track von 100, 200 oder 500 Metern entlang zu segeln. Dabei geht es selbstverständlich um die schnellste Zeit. Die Surfer werden dabei bis zu 80 km/h schnell!!

 

Hier ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=opidMBj5Raw