Team UK – Eine lange Windsurfgeschichte

Windsurfen begann in England im Jahr 1958, als ein Junge namens Peter Chilvers ein Brett und ein Segel miteinander kombinierte (obwohl es noch überhaupt nicht aussah wie ein modernes Windsurf-Segel). Heute, 50 Jahre später, ist Windsurfen ein sehr beliebter Sport auf der Insel.

 

Zahlreiche Windsurf-Locations

Die englische Küste ist rund 17.820 Kilometer lang (circa fünf Mal so lang wie die französische Küste). Die britischen Winter sind weniger kalt – dank des Golfstroms – und das Land liegt perfekt, um alle (windigen) Tiefdruckgebiete abzubekommen, die Nordeuropa überqueren. Daher gibt es dort wirklich viele gute Windsurf-Locations.

 

Starten wir mit Cornwall, dem südwestlichsten Landstrich Englands. Die Halbinsel bietet eine fantastische Auswahl an Windsurf-Spots, wo für beinahe jede Windrichtung und jeden Wasserzustand etwas zu finden ist. Einer der Top-Spots, um die beste Atlantikbrandung abzureiten, ist Gwithian Beach.

 

Die Südküste

Das Windsurfmekka Englands ist ohne Zweifel die Südküste, besonders die Gegenden um Dorset, Hampshire und West Sussex.

 

Ein berüchtigter Ort im Landkreis Dorset ist Weymouth Harbour, ein Speed-Segel-Spot von Weltklasse Format. Bekannt wurde Weymouth Harbour durch die alljährlich im Oktober stattfindende internationale „Weymouth Speed Week“. Eine weitere klassische Windsurf-Location ist Poole Harbour, wo Surfer aller Könnensstufen ihren Spaß finden und wo sich viele Surf-Schulen und Shops niedergelassen haben.

 

Im Landkreis Hampshire pilgern die begeisterten Windsurfer und Wellenreiter nach Hayling Island, wo sie eine gute Auswahl unterschiedlicher Bedingungen finden egal bei welcher Windrichtung.

 

Die Fortgeschrittenen bevorzugen die Strände in der Region von West Sussex. Shoreham mit viel Wind und guten Wellen ist beispielsweise besonders beliebt. Dieser Spot brachte auch viele top Windsurfer hervor (z.B. Nik Baker, Matt Pearch).

 

An der Ostküste ist der berühmteste Platz „The Ray“, in Southend-on-Sea (Landkreis Essex): die geschützte Lagune bietet bei Ebbe Flachwasser. Das ist ideal für die Versuche des englischen Speed-Windsurf-Stars Dave White, Geschwindigkeitsrekorde zu brechen.

 

Über 1000 Inseln

Wussten Sie, dass Groß Britannien über 1000 Inseln hat? Einige sind dauerhaft bewohnt, einige sind Naturschutzgebiete mit eingeschränktem Zugang und einige sind perfekt zum Windsurfen!

 

Eine davon ist Anglesey, eine Insel vor der Nordwestküste von Wales. Die Bedingungen dort zählen zu den besten in ganz Groß Britannien, sowohl für Windsurfer als auch für Wellenreiter. Die letzten nationalen Britischen Wave Meisterschaften fanden dort statt. Der vorherrschende südwestliche Wind bläst schräg auflandig und sorgt dort für attraktive hohe Wellen.

 

Schließlich bleibt noch die Insel Tiree an der Westküste von Schottland. Die Insel bietet  ununterbrochen Wellen und Wind vom Atlantik. Außerdem gilt sie als der sonnigste Ort in ganz Groß Britannien. Obwohl es schon lange ein sehr bekannter Windsurf-Spot für Briten war (es ist sogar der windigste Spot in GB), ist es nun auch weltweit bekannt geworden seitdem die PWA im Jahr 2007 einen Tour-Stop ihrer Wave World Tour hier abgehalten hat.

 

Team Kapitän: Nik Baker

Manche sagen, dass Nik Baker „der beste Allrounder auf der PWA Tour“ ist. Er startete erstmals vor 18 Jahren und nahm beinahe in jeder Windsurf-Disziplin teil, obwohl sein Favorit Wave ist.

 

Der gebürtige Brightoner pendelt nun zwischen England und Maui. Während all der Jahre hat Nik so viele Erfahrungen beim Windsurfen und in der Forschung und Entwicklung gesammelt, dass jedes Land ihn sicher gerne als Team Kapitän engagieren würde. Somit ist er ein wertvoller und unersetzbarer Kopf für das englische Team, und er ist immer noch der beste im Wave-Surfen im Team UK.

 

Einige der besten Wave-Surfer

Wer hätte gedacht, dass John Skye – bekannt als Skyboy – der mit dem Windsurfen auf dem Lake Brogborough anfing, einmal einer der besten Wave-Windsurfer der Welt werden würde? Die vielen Reisen und die Trainings haben sich ausgezahlt. John war 2007 der zweitbeste Engländer auf der World Tour und er ist der unumstrittene Kopf der neuen Gang englischer Surfer.

 

Nach ihm folgt Robby Swift, ein talentierter Wave-Fahrer und mit 24 Jahren der jüngste im Team. Robby war schon sehr nah dran am PWA Weltmeistertitel mit jeweils drei dritten Plätzen in unterschiedlichen Disziplinen in drei aufeinander folgenden Jahren. Wegen ein paar Verletzungen musste er jedoch dann zwei Jahre lang pausieren, doch jetzt ist Robby zurück und wird sicherlich alles dafür tun, den Titel seiner Träume zu holen. Bemerkenswert ist, dass Robby 15. wurde in der PWA Slalom Wertung 2007, was für einen Wave-Fahrer und Freestyler wirklich sehr gut ist.

 

Die letzten beiden Wave-Fahrer des Teams sind Phil Horrocks und Ben Proffitt. Beide sind sehr erfahren und Allround-Starter. Als die perfekten Außenseiter sind sie in der Lage, die besten Surfer in Verlegenheit zu bringen.

 

Ein konkurrenzfähiges Racing-Team

Die Armada der englischen Slalompiloten besteht aus Ross Williams, Robby Swift, Dan Ellis und Mat Pearch. Alle vier waren 2007 unter den 25 weltbesten PWA-Slalom-Fahrern. Das ist ein perfektes, homogenes und konkurrenzfähiges Slalomteam, das in 2008 noch schneller sein will.

 

Was die Olympische Disziplin RS:X betrifft, wird Groß Britannien von Bryony Shaw und Nick Dempsey vertreten. Beiden Athleten haben früher schon einmal abgeräumt: Nick holte in Athen 2004 Bronze und Bryony gewann Gold bei der Vor-Olympischen Regatta 2007 in China. Ihre Ambitionen? Die Goldmedaille in Peking gewinnen!

 

Die besten Ergebnisse britischen  Konkurrenten

Wirft man einen Blick auf die besten Ergebnisse der britischen Wettkämpfer, sieht man viele dritte Plätze. Das ist nicht wirklich überraschend, wenn man bedenkt, dass die englischen Windsurfer zu den vielseitigsten der Welt gehören. Somit sind sie wahrscheinlich nicht spezialisiert genug einen Weltmeistertitel zu gewinnen…

 

Auf alle Fälle haben alle sehr hart in der Vorbereitung auf die Saison 2008 trainiert und vielleicht zahlt sich am Ende doch einmal ihre Vielseitigkeit und Erfahrung aus und sie bringen eine Goldmedaille nach England.

 

Die wichtigsten Titel

2007: Nik Baker, Zweiter Platz PWA Wave Brazil

2006: Zara Davis, Speed World Record über die Nautische Meile mit 34,74 Knoten

2005: Robby Swift, Dritter in der PWA Overall Waves-Wertung

2005: Bryony Shaw, Erster Platz bei der RS:X Weltmeisterschaft in Cadiz

2004: Robby Swift, Dritter Platz bei der PWA Overall Super X

2004: John Skye, Dritter Platz bei der  PWA Super X Fuerteventura

2004: Nick Dempsey, Dritter Platz bei den Summer Olympics Athens

2003: Nik Baker, Indoor Weltmeister

2003: Robby Swift,  Erster Platz beim PWA Freestyle Event auf Fuerteventura

2003: Robby Swift, Dritter Platz bei der PWA Overall Freestyle

1999: Robby Swift,  IFCA Jugend-Weltmeister  Formula  

1998: Nick Dempsey, Dritter Platz bei der Mistral Youth World Championship

 

Links

Riders:
http://www.johnskye.com/
http://www.robbyswift.com
http://www.ripandslash.com/
http://www.thewetdream.co.uk/
http://www.dan-ellis.com/
http://www.k540.com/
http://www.keithatkinson.com
http://www.zaradavis.co.uk/
http://www.bryonyshaw.com/
http://nickdempsey.com/
 
UK Windsurfing association:
http://ukwindsurfing.com/

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