
Name: Sarah-Quita Najive Offringa
Geburtsort und -datum: 4.7.1991 in Aruba
Wohnort:: Aruba
Disziplinen: Freestyle & Slalom
Website: www.sarah-quita.com (wird derzeit erstellt)
Surft seit: 9 Jahren, seit 2001
PWA Sail no.: ARU-91
Sarah, mit nur 18 Jahren bist bereits PWA Gewinnerin der letzten beiden Saisonen; Du bist 2006 zum “Rookie of the Year” gewählt worden; die Medien bezeichnen Dich abwechselnd als "Windsurf-Wunderkind", "Surfing Superstar" und "größte Surfentdeckung"... wie lebt es sich mit diesem Ruhm?
Hahaha, ich find's großartig! Die Unterstützung, die ich von den Leuten in meinem Umfeld erhalte, ist einfach toll.
Ich finde es auch echt cool, dass die Leute Fotos von mir machen wollen oder ein Autogramm haben. Ich bin froh, dass bislang alles so toll für mich gelaufen ist!
Wann hast Du erkannt, dass das Windsurfen für Dich nicht nur ein Hobby ist?
Das ist eigentlich noch gar nicht so lange her... Mir fiel vor einiger Zeit auf, dass die Reisen, die ich mit meiner Familie seit 2006 unternommen habe, fast ausschließlich mit dem Surfen zu tun hatten. Wir sind entweder zu Wettkämpfen oder Foto Shootings gefahren... Dennoch sind wir dankbar, dass wir all diese schönen Orte durch das Windsurfen kennen lernen durften!


Die anderen Frauen an der Spitze der PWA-Rangliste sind fast ausschließlich in ihren Dreißigern und somit mehr als 12 Jahre älter als Du. Ist es bei diesem großen Altersunterschied schwer, sich Respekt zu verschaffen?
Als ich jünger war, so mit 14, 15, war schon schwierig für mich. Manche wollten mich einfach nicht ernst nehmen. Ich habe gelernt, dass man Leuten Respekt entgegen bringen soll, damit sie einen auch respektieren.
Im Laufe der Zeit habe ich die Leute besser kennen gelernt und sie mich auch. Jetzt habe ich keine Probleme mehr.
Sarah-Quita, Du liebst Dein Heimatland Aruba. Erzähl uns ein bisschen von dort, was ist so toll an Aruba?
Oh ja, ich liebe meine Insel! Sie ist ungefähr 35 km lang und hat eine Fläche von rund 130 Quadratkilometern, ist also recht klein. Die Sonne scheint praktisch jeden Tag, darum ist es recht heiss hier... um die 28 bis 30 Grad. Aber es geht immer ein frischer Wind.
Die Menschen sind alle wahnsinnig nett. Jeder kennt jeden und man kann ziemlich viel unternehmen, nicht nur windsurfen. Das Beste an Aruba sind aber definitiv die weißen Strände entlang der ganzen Insel und das blaue, warme Wasser! Jeder hier spricht mindestens drei Sprachen: Holländisch, Englisch und Papamiento. Kommt einfach vorbei und schaut es euch an!
Schülerin und Surfprofi - wie hast Du das eigentlich unter einen Hut gebracht?
Ich hatte Glück, die wichtigsten Wettbewerbe auf den Kanaren waren immer in meinen Sommerferien. Wenn ich doch während der Schulzeit wegfahren musste, habe ich immer meine Hausaufgaben mitgenommen. Es ist allerdings schwer, allein und ohne Stundenplan zu lernen, darum musste ich nach meiner Rückkehr meistens einiges nachholen.
Wenn ich zuhause war, hatte ich während der Woche Schule und verschiedene Schulsportarten und bin am Wochenende surfen gegangen. Ich bin froh, dass ich die High School dieses Jahr abeschlossen und mein Abschlusszeugnis erhalten habe.
Wie denkt Deine Familie über Deine Karriere?
Sie freuen sich alle für mich! Besonders meine Oma, Dorothy, erzählt ständig allen Leuten von ihren windsurfenden Enkelkindern. Mein Vater hätte meinen Bruder und mich aber vermutlich lieber als Golf- oder Tennisprofis gesehen, hahaha...
Hast Du überhaupt Zeit für typischen "Teenie-Kram" wie Freunde treffen, tanzen, Kino etc?
Absolut! Dafür und für andere Sachen hab ich schon immer die Zeit gefunden, auch heute noch :-)



Was können männliche Surfer von den Frauen lernen?
Ich denke, gerade als Newcomer sollte man nicht versuchen, sich seinen Weg nach oben zu boxen. Man muss sich einfügen.
Wo siehst Du Dich selbst in zehn Jahren?
Ich werde mit einem berühmten Sänger verheiratet sein und wir haben vier Zwillinge. Wir jetten von einer Karibischen Insel zur nächsten, weil wir dort Häuser haben. Oder vielleicht werde ich auch die erste weibliche Präsidentin Arubas!
Was war der größte Rückschlag, den Du bislang erleiden musstest?
Ich habe bislang keine schweren Rückschläge erleiden müssen, aber ich erinnere mich an einen Wettkampf, bei dem ich mich zu sehr vom Gerede anderer Leute habe beeinflußen lassen, statt mich auf mich zu konzentrieren. Ich habe verloren und es war ein blödes Gefühl...
Was ist Dein nächstes großes Ziel beim Windsurfen? Und was ist Dein nächstes Ziel jenseits des Sports?
Ich möchte versuchen, Slalom Champion zu werden. Und vielleicht kann ich auch irgendwann Aruba bei den Olympischen Spielen vertreten!
Davon abgesehen würde ich gerne dazu beitragen, diese Welt ein wenig zu verbessern, auch wenn mir noch nicht ganz klar ist, wie ich das erreichen kann! Und ich möchte zur Uni gehen, um meine Ausbildung abzuschließen.
Luxus bedeutet für mich... überallhin reisen zu können und Freunde und Familie dabei zu haben
Was ich an Jungs mag, ist... ihr Lächeln :)
Was ich an Jungs nicht mag, ist... wenn sie nicht wissen, wie sich sich dir gegenüber verhalten sollen
Mein liebster Surfspot ist... Fishermen's huts Aruba
Mein Glücksbringer ist... ich hab keinen...
Wenn ich nicht surfe, ... bin ich gern bei meinen Freunden und meiner Familie
Meine wichtigsten Prinzipien: Zeige anderen Respekt. Grüße alle.
Es ist nie zu spät, ... um Verzeihung zu bitten
Liebste Sportarten neben dem Surfen... Tennis, Tischtennis, Schwimmen, Radfahren, Kiten




Für alle General Interest Medienvertreter....