Ist Windsurfen vererblich?

Geschwisterpaare: Family Business
Auch wenn Windsurfen ein Individualsport ist, machen anwesende Freunde das Erlebnis erst perfekt. Man kann ihnen von den jüngsten Heldentaten auf dem Wasser berichten, sie sind Augenzeugen, wenn der lange einstudierte Sprung das erste mal gelingt, und gemeinsam kann man sich zu neuen Höchstleistungen antreiben.

 

Noch besser, wenn die Surfkumpel sogar Bruder oder Schwester sind. Das legen zumindest die vielen Geschwisterpaare nahe, die im World Cup für Furore sorgen. So scheint sich bei den Morenos, Pritchards, Moussilmanis, Frans, Jensens, Offringas und früher auch Stones und Dunkerbecks dieser Welt beim Familienessen alles ums Windsurfen zu drehen.

Erfolgreiche Surf-Geschwister
Am Topspot Pozo Izquierdo auf Gran Canaria haben es sich die norwegischen Brüder Vidar und Orjan Jensen bequem gemacht. Die spanische Zeitschrift "Fuerza 7" blies bereits zum "Stammeskrieg" der Nordlichter mit den beiden anderen populären Anwohnern des Ortes: Die kanarischen Zwillinge Daida und Iballa Moreno dominieren seit Jahren gemeinsam die Freestyle- und Wave -Wettkämpfe der PWA. Die einzige Frage, die sich zuweilen stellt, ist, wer von den beiden den Titel mit nach Hause nimmt.

 

Im Freestyle macht mittlerweile vor allem die erst 15-jährige Sarah-Quita Offringa aus Aruba den beiden Konkurrenz. Deren Bruder Quincy möchte sich derweil bei den Jungs einen Namen machen. Die gutaussehenden Geschwister Taty und Tonky Frans, ebenfalls aus der Karibik, zaubern in der Freestyle-Herrenkonkurrenz. Tonky hat dabei auch den Slalom 42 der PWA für sich entdeckt, in dem auch Kevin und Matt Pritchard jedes Jahr um den Titel surfen. Bei den souligen Moussilmanis handelt es sich sogar um ein waschechtes Windsurf-Trio "made in Marseille. Die drei Brüder sind Multitalente und machen auch auf Skiern, Snowboards, Montainbikes und Wellenreitern eine gute Figur.

Der Erfolg gibt diesen kleinen Familienunternehmen auf jeden Fall Recht. Wer den Surfstars also Vetternwirtschaft vorwirft, wird auf den World Cups nur ein müdes Lächeln ernten.