

Windsurfen hat sich in den vergangenen Jahren revolutioniert. Die pausenlos nachrückenden jungen Supertalente haben zudem die Schlagzahl im World Cup erhöht. Wer in einem Jahr mit unglaublichen, neuen Kunststücken die Punktrichter in Verzückung versetzt, kann ein Jahr später mit den gleichen Moves oft schon keinen Blumentopf im internationalen Weltmeisterschaftszirkus mehr gewinnen.
Weltmeistertitel vor Führerschein
Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung in der Freestyle-Disziplin. Dominierten in den Neunziger Jahren stämmige Athleten wie Josh Stone oder sogar der schwere Franzose Antoine Albeau, dessen Stil eher kraftvoll als elegent war, die Szene, haben im neuen Millenium die jungen Wilden das Zepter übernommen. Die erst 15-jährige Sarah-Quita Offringa aus Aruba konnte bei den Damen nach langen Jahren Daida Moreno vom Freestyle-Thron stoßen. Ricardo Campello gewann seinen ersten Weltmeistertitel der Männer mit 18 Jahren, José "Gollito" Estredo mit 17 und der neue weltbeste Freestyler Marcilio "Brawzinho" BrowneMarcilio Browne (BRA) mit 18 - die Jungs haben schon einen festen Platz in den Annalen der PWA, noch bevor sie offiziell Alkohol trinken oder ihren Führerschein machen dürfen.
Die kreative Generation
Auch in der extrem populären Wave-Konkurrenz hat ein Umbruch stattgefunden. Björn Dunkerbeck, der sich nun auf die Disziplinen Slalom und Speed konzentriert, und Kevin Pritchard, Serienweltmeister des vergangenen Jahrzehnts, können nicht mehr ganz mit den neuen Stars mithalten. Die Weltmeisterschaft entschied sich 2007 zwischen dem radikal surfenden 23-jährigen Spanier Victor Fernandez und dem nur ein Jahr älteren Kauli Seadi, der die kreativen Freestyle-Tricks der neuen Generation in seine geschmeidigen Wellenritte einflechtet und dabei Sprünge meistert, die die Windsurf-Welt noch nicht gesehen hat - aber sehen sie selbst. Doch im Wave-Worldcup spielen auch die Routiniers wie Nik Baker oder Kevin Pritchard aufgrund ihrer enormen Erfahrung weiterhin eine Rolle. Mit Fahrern wie Graham Ezzy wachsen aber vielleicht bereits die nächsten, jungen Wave-Champions heran.
Windsurfen spektakulärer denn je
Im Freestyle haben die neuen, gelenkigen Leichtgewichte längst die Nase vorn. Beweglichkeit statt Muskelpower, Kreativität statt Standardmanöver: Der Typus des erfolgreichen Windsurfers hat sich gewandelt. Stillstand ist Rückschritt. Das gilt für das neue Wettkampfwindsurfen mehr denn je. Dem Sport kann diese Entwicklung nur gut tun. Das Niveau steigt kontinuierlich, und darüber dürfen sich auch die Zuschauer freuen.
Links
Disziplinen:
Wettkämpfe:
Stories:
Sie finden diesen Text zum Herunterladen in unserem Downloadbereich:
Geben Sie dort folgenden Suchbegriff ein:
"World of Windsurfing Download Youngsters Deutsch.doc"
Bildmaterial zu diesem Thema finden Sie über unsere Fotoagentur:
Geben Sie dort folgende Suchbegriffe ein:

Karin Jaggi - Schnellste Windsurferin der Welt, 27-fache Weltmeisterin, Grande Dame des Windsurfens. Lesen Sie hier mehr.
Außergewöhnliches: Kanalüberquerung
Frauen: Sarah-Quita Offringa - Freestyle Weltmeisterin
Frauen: Karin Jaggi - schnellste Windsurferin der Welt
Portrait: Marcilio "Brawzinho" Browne
DEMNÄCHST HIER
Menschen: Wave Weltmeister Kauli Seadi (BRA)
Kinder: Kids Equipment