PWA World Cup Ulsan 2009

25.05.2009

Sieger: Buzianis, Albeau, Dunkerbeck
Foto PWA/John Carter

Siegerinnen: Arutkin, Ghibaudo, Jaggi
Foto PWA/John Carter

Jinha Beach, Ulsan
Foto PWA/John Carter

Antoine Albeau und Valerie Ghibaudo hissen die französische Flagge in Korea

Der PWA World Cup in Ulsan 2009 wurde zu einem Musterbeispiel für französisches Windsurftalent, mit Antoine Albeau und Valerie Ghibaudo, die beide herausragende Leistungen bewiesen und als Sieger aufs Treppchen stiegen.

 

Dieser Event ist nun bereits im dritten Jahr im PWA World Cup Programm, und es ist bis dato der einzige in Asien. Der Wettkampf fand zwischen dem 16. und 22. Mai statt und wurde vor der Küste von Jinha Beach im Südosten Koreas ausgetragen. Die Fahrer mussten bis zum dritten Tag warten, bevor sich Jinha Beach in seiner wahren Pracht zeigte und beste Windbedingungen bei blauem Himmel herrschten.

 

Dann aber war es wieder wie Alltagsgeschäft für Antoine Albeau. Solide fuhr er stets an der Spitze der Verfolger und zeigte abermals seine wahre Klasse als er die Siege in seinen Einzelläufen einfuhr. Darüber hinaus beeindruckte der Franzose, weil er alle Läufe zu Ende brachte, ohne seinen Zeigefinger richtig belasten zu können. Er hatte sich einen tiefen Schnitt in der Handfläche zugezogen und musste nach einer Infektion der Wunde behandelt werden.   

 

Antoine Albeau sagte nach dem Wettkampf: „Hier zu surfen ist wirklich schwer. Da wir hier in einer Bucht sind, kommt der Wind von den Hügeln und ist wirklich richtig böig. Das macht auch die Starts schwierig. Manchmal kommen viele Böen auf einmal und dann ist der Wind wieder nur ganz schwach. Da muss man sich schon sehr darauf konzentrieren, einen guten Start hinzubekommen.“

 

Unglücklicherweise musste Albeaus härtester Rivale im Kampf um den Slalom Titel 2009 Björn Dunkerbeck den Verlust eines Laufes am vierten Tag akzeptieren, nachdem er mit Finian Maynard bei der Wende an der Boje zusammen gestoßen war. Maynard sagte dazu: „Björn war 30 Meter vor mir mit Kurs auf die Wendemarke. Dann weiß ich nicht was mit ihm passierte, einige Leute sagen, er hätte gestoppt. Ich habe ihn dann nicht mehr gesehen, also bin ich weiter, um selber zu wenden. Dann bekam ich eine große Böe von hinten. Das nächste, was ich wieder weiß ist, dass ich in ihn reingefahren bin. Es tut mir wirklich sehr leid für Björn, es war definitiv mein Fehler. Aber es kam auch für mich völlig überraschend. Sowas ist eben ein unglücklicher Vorfall in einem Rennen.“

 

Die Läufe bei den Frauen wurden kompromisslos von Valerie Ghibaudo dominiert, die einen Sieg nach den anderem einfuhr und so ihren Platz an der Spitze der Frauenrangliste zementierte. Die Verfolgerinnen Karin Jaggi und Alice Arutkin versuchten ihr bestes, um Ghibaudo unter Druck zu setzen. Am Ende jedoch mussten sie sich doch mit den übrigen Podestplätzen zufrieden geben, da sich ein Aufhalten der Französin in top Form als unmöglich herausstellte.  

 

Im Damenfeld haben Ghibaudo und Jaggi die Saison wieder als Rivalinnen im Kampf um den Titel begonnen. Währenddessen hat Alica Arutkin als Nachwuchsstar bewiesen, dass sie das Zeug für eine richtige Wettkämpferin und Siegerin hat.

 

Bei den Männern war die Rückkehr von Albeau auf die Siegesstraße kaum eine Überraschung. Auch diese Saison wird ihn sein Wille auf den vierten Weltmeistertitel weiterhin antreiben und seine Rivalen aufs Härteste fordern, um das Level noch weiter nach oben zu schrauben.

 

Micah Buzianis zeigte auch eine bewundernswerte Leistung. Für ihn war es das erste Rennen nach seiner Verletzungspause und mit dem zweiten Platz bewies er nicht nur fit ist, sondern dass er auch große Ambitionen für diese Saison hat.

 

Ergebnisse:

Slalom Männer

1. Antoine Albeau  (NeilPryde / JP)      

2. Micah Buzianis (NeilPryde / JP)      

3. Björn Dunkerbeck (Starboard / Severne Sails) 

4. Finian Maynard (RRD / NeilPryde)

 

Slalom Damen

1. Valérie Ghibaudo (Loft Sails / Tabou Boards)            

2. Karin Jaggi (F2 / Severne Sails) 

3. Alice Arutkin (Starboard / North Sails)    

4. Sarah Hebert (Starboard / Naish Sails)    

 

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der PWA www.pwaworldtour.com.