Der Auftaktevent der diesjährigen Freestyle Tour der Vereinigung der professionellen Windsurfer PWA verlief ganz nach Plan. Die Titelverteidiger Jose „Gollito“ Estredo und Sarah-Quita Offringa starteten beide mit wilder Entschlossenheit in die Freestyle-Saison, im großen Stil gewannen sie den Event. Ein spannungsgeladener Wettstreit um die verbliebenen Plätze brachte die Gemüter zum Kochen und entfachte einen harten Kampf, der die Teilnehmer zu Höchstleistungen antrieb.
Schwierige Bedingungen beim Auftakt der PWA Freestyle Windsurfing Tour 2009
Der diesjährige Showdown war eine beängstigende Angelegenheit. Tosende Winde und eine enorme Brandung brachen auf die Ostküste der Costa Teguise ein, Schwaden von Sand wirbelten durch die stickige Luft. Böen mit 40 Knoten zerfetzten die Flaggen in nur mehr kleine Fäden, während sich die Weltelite auf den Showdown in diesen epischen Bedingungen vorbereitete, der sich schließlich über drei Runde Double Elimination hinzog.
Newcomer Windsurfer Steven van Broackhoven beeindruckt
In dieser Wettkampfwoche lag ein besonderer Fokus auf dem Belgier Steven van Broeckhoven, den seine erfolgreichen und herausragenden Leistungen auf Europäischer Ebene hier ins Rampenlicht katapultiert hatten. Er schaffte es jedesmal von Neuem, die Zuschauer am Strand mit seinem explosiven Stil zu verblüffen.
Freestyle Windsurfing Weltmeister Jose „Gollito“ Estredo führt unaufhaltsam
Die Dominanz des Titelverteidigers Estredo wurde nur einmal vom hervorragenden Kiri Thode herausgefordert. Er surfte makellose Läufe gegen den Weltmeister und gewann schließlich das Finale des dritten Laufes. Am letzten Tag des Wettkampfs erschien Thode schier unantastbar; er vollendete die schwierigsten Freestyle Moves, oft sogar in doppelter oder dreifacher Kombination. Thode kann viele erstaunliche Manöver, dass er oft ein komplettes Wertungsblatt von vierzehn Tricks in dreieinhalb Minuten voll bekommt, in einem Stil, der seine Konkurrenten nur stauen lässt.
Kiri Thode lies große Klasse durchschimmern, aber trotzdem konnte nichts den Glanz von Gollitos Krone trüben. Estredo hat den Event nach nur drei Tagen gewonnen. Er gab sich absolut unantastbar an der Spitze. Nun hat er der Welt nicht nur einmal mehr bewiesen, dass er die Bewunderung verdient hat; sondern auch, dass er besonders darauf brennt, den Weltmeistertitel in diesem Jahr wieder zu holen.
Damen Freestyle Windsurfen auf Weltniveau
Im Damenfeld beim PWA Costa Teguise World Cup in Lanzarote war das Windsurf-Niveau anders als jemals zuvor. Die Wind- und Wellen-Bedingungen waren für die Männer bereites ernsthaft herausfordernd, den Damen jedoch gilt unter diesen Umständen ganz besondere Hochachtung. Sie mussten noch mutiger, entschlossener und geschickter windsurfen.
Natürlich fällt sofort besonderes Lob auf Sarah-Quita Offringa, die bewiesen hat, dass sie die herausragendste Wettkämpferin im Freestyle Windsurfen der Damen ist, indem sie das Niveau des World Cups exponentiell nach oben geschraubt hat. Offringa gewann jeden Lauf, den sie surfte, und gewann den Event offiziell an ihrem 18. Geburtstag.
Zweitplatzierte Windsurferin beim World Cup Junko Nagoshi kommt aus Japan
Die zweitplatzierte Windsurferin Junko Nagoshi aus Japan war auch in sehr guter Form. Jetzt erntete sie die Lorbeeren für ihr ehrgeiziges Training mit einem zweiten Platz. Sie schlug sich hervorragend in den höllischen Winden. Ohne mit der Wimper zu zucken, sehr stilvoll und voller Selbstvertrauen, zeigte sie einige komplizierte Freestyle Manöver.
Die Moreno Zwillinge windsurfen immer noch an der Weltspitze
Die beiden Windsurf-Pioniere der Damen Daida Moreno und Iballa Moreno übertrafen sich beide in diesen schwierigen Bedingungen. Sie bewiesen ihre Erfahrung und ihren Mut und surften mit Entschlossenheit durch das Riff. Ihre Vorliebe für Freestyle Tricks in großen Wellen verschaffte ihnen zunächst einen Vorsprung, da beide zu Beginn ihres Lauf häufig enorm hohe Backloops zeigten und Daida auch unglaubliche doppelte Frontloops – wohl zur Freude der Zuschauer.
Nichtsdestotrotz blieb Sarah-Quita Offringa über die gesamte Dauer des PWA Costa Teguise World Cups eine Klasse für sich. Sie bewies, dass sie das Zeug hat, um in beinahe allen Bedingungen zu gewinnen.
Nächster Tourstop der PWA Windsurfing World Tour 2009: Gran Canaria
Als sich der Sandsturm gelegt hatte und der erste PWA Freestyle Event 2009 mit epischen Bedingungen zum Ende kam, standen die beiden Freestyle Weltmeister von 2008 wieder auf gewohnter Position an der Spitze der Weltrangliste. Während die beiden einmal mehr auf den Gesamttitel hinarbeiten, wundern wir uns darüber, wie viel mehr dieses unglaubliche Paar dem Freestyle Windsurfen noch geben kann. Sie tragen beide dazu bei, den Sport neu zu definieren. Und alleine schon ihre Anwesenheit inspiriert auch alle anderen zu Höchstleistungen.
Die PWA World Tour setzt nun ihre Reise nach Gran Canaria fort, wo der berüchtigte Strand von Pozo Izquierdo wartet. Berühmt für seine tobenden Winde wird dieser Event sicherlich auch einige spektakuläre Freestyle Szenen hervorbringen.
Ergebnis
Männer
1 Jose Estredo (VEN)
2 Kiri Thode (NB)
3 Antxon Otaegui (ESP)
Damen
1 Sara-Quita Offringa (ARU)
2 Junk Nagoshi (JAP)
3 Daida Ruano Moreno (ESP)
PWA Costa Teguise Freestyle Windsurfing World Cup 2009 auf YouTube
Links
Website der PWA www.pwaworldtour.com (Englisch)








