Chronik des Windsurfens

Wie alles begann - Sailboarding

 

Windsurfing wurde, zumindest in den Grundzügen, 1948 erfunden. Der Sport ist damit eine Dame im fortgeschrittenen Alter! Newman Darby war es, der damals als 20-jähriger eine schwimmende Plattform entwarf und auf ihr ein Segel befestigte. Sie mehr Ähnlichkeit mit einem Katamaran als mit den Surfbrettern von heute.

Er tüftelte über Jahre an seiner Erfindung. 1964 entwickelte er ein universelles … mit welchem er den Mast mit dem Board verband. Dem Board verpasste er über die Jahre ein Schwert und eine Schwanzflosse. Das Segel nahm die Form eines Trapezes an.

 

Er schrieb 1965 einen Artikel darüber und nannte den von ihm erfundenen Sport “Sailboarding”, meldete jedoch nie ein Patent darauf an. Zu dieser Zeit stellte er die Boards mit seinen Bürdern in deren Firma Darby Industries her.


Der Surfer und der Ingenieur – als aus Wasserskifahren Windsurfen wurde

 

Mitte der Sechziger Jahre hatte Jim Drake, ein Flugzeugingeneur, eine Idee: er wollte eine Art Wasserski entwerfen, der selbständig schwimmt und der nicht von einem Boot, sondern von einem Drachen mit Wind vorwärts gezogen und selbst gesteuert wird. Nach reiflicher Überlegung kam er zu dem Entschluss, dass ein Drachen doch nicht die richtige Idee sei, besser wäre ein Segel, dass man ebenfalls mit der Hand steuern könne.

 

Er besprach die Idee mit seinem Nachbarn Hoyle Schweizer, der Surfer war. Sie entwickelten gemeinsam ein geeignetes Board, Segel und einen Mastbaum und testeten ihre Erfindung alsbald auf dem Ozean. An der Entwicklung gab es noch einiges zu verbessern – so entwarfen sie auch gleich die erste Aufholleine, um das schwere, nasse Segel aus dem Wasser zu bekommen – doch dann stand fest: diese Sportart funktioniert! Ihr neues Design taufen sie „den Windsurfer“ und meldeten es 1970 zum Patent an.


Windsurfing international


Hoyle bemühte sich in den folgenden Jahre, seine Idee international zu verkaufen. Drake stieg aus: er konnte darin kein Potenzial erkennen und verkaufte Hoyle seine Rechte für 36.000 Dollar, eine Summer, die er seitdem sicherlich bereut hat. Hoyle hatte nämlich immensen Erfolg beim Verkauf seiner „Segelboards“ – in den späten Siebzigern hatte einer von drei europäischen Haushalten den Windsurfern bei sich zu Hause stehen!

 

Zu diesem Zeitpunkt entwickelten sich auch die ersten Surffirmen – manche davon kennen wir noch heute, wie beispielsweise F2.

 

Olympia

 

Der Boom des Windsurfens fand in den späten 70ern und frühen 80ern statt. 1984 wurde Windsurfen eine olympische Disziplin. Der erste Windsurfer, der eine olympische Goldmedaille holte, war der Holländer Stephan van den Berg.

Stephan van den Berg stieg später bei Olympia aus und nahm an den Funboard Contests teil – daraus sollte sich später die PWA entwickeln (Professional Windsurfers Association). Bei den Olympischen Spielen in Barcelona (1992) waren erstmals Frauen zugelassen, die erste Frau, die eine Goldmedaille gewann, war die Neuseeländerin Barbara Kendall.

Die nächsten Schritte

 

Nach und nach entstanden mehr und mehr Windsurffirmen, die dafür sorgten, dass die Designs und Formen der Boards und Segel immer unterschiedlicher wurden. Da auch immer mehr Athleten professionell ins Windsurfen einstiegen und sich eine eigenständige Interessensvertretung wünschten, wurde in den 80er Jahren die PWA gegründet.

 

Das Windsurfen heute

 

Windsurfen ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Gemäß dem Deutschen Wassersportverband VDWS ist Windsurfen eine generationsübergreifende Sportart, die Anfängerkurse werden von 5- und 75-jährigen gleichermaßen abgeschlossen. Und die gute Nachricht: trotz sinkender Nachfrage in den neunzigern und zur Jahrtausendwende (als Windsurfen durch neuere Trendsportarten wie Kitesurfen, Klettern oder Rafting ersetzt wurde), nimmt die Beliebtheit des Windsurfens in den vergangenen vier Jahren wieder stetig zu.

 

Dafür gibt es vor allem zwei Gründe. Zunächst ist das Windsurfen heute leichter zugänglich: egal, wohin man heute im Urlaub fährt, man trifft fast überall, wo Wasser ist, auf eine gut ausgestattete Surfschule, wo man einen kompakten Kurs machen kann und Zugriff auf eine große Auswahl an Leihmaterial hat. Außerdem ist das Material heute besser. Im Vergleich zu vor 20 oder 30 Jahren, sind Boards und Segel heute viel leichter und lassen sich somit viel besser handhaben, auch durch weniger kräftige Menschen.

 


Weitere Infos

 

http://www.windsurfing-guide.com/history-of-windsurfing.html

http://www.collegesportsscholarships.com/history-windsurfing.htm

http://inventors.about.com/od/wstartinventions/a/windsurfing.htm

http://www.computerknowhow.com/darbyweb/

http://web.mit.edu/invent/iow/darby.html

http://www.winzurf.co.nz/windsurf/nzwa/wshist01.htm

http://en.wikipedia.org/wiki/Windsurfing

http://www.pwaworldtour.com