PWA World Tour

Auf den World Cups der PWA kämpft die internationale Windsurfelite um die Weltmeistertitel in den Disziplinen Wave, Freestyle und Racing (Slalom 42). Auf den einzelnen Veranstaltungen werden 30.000 bis 100.000 Euro Preisgeld vergeben.

 

PWA World Cup Alacati, Turkey (Foto PWA/John Carter)
PWA World Cup Alacati, Turkey (Foto PWA/John Carter)
PWA Colgate World Cup Sylt (Foto PWA/John Carter)

 

Tradition und Exotik
Neben der Austragung der Weltmeisterschaft haben die PWA World Cups die Funktion, den Sport populär zu machen und ein ideales Bild des Windsurfens – spektakuläre Action vor Traumkulissen – zu zeichnen. Einige World Cups befinden sich, wie Pozo Izquierdo auf Gran Canaria oder Sylt in Deutschland, bereits seit vielen Jahren im Programm. Die Mammutveranstaltung auf Sylt fand 2007 bereits zum 24. Mal statt und feierte dies mit einem Zuschauerrekord von 190.000 Besuchern. Auf Sylt geht es um die höchsten Preisgelder, was auch ein Hinweis auf die Wichtigkeit des deutschen Marktes ist. Da ist es zu verschmerzen, dass die Wellen kleiner und unsauberer brechen als beispielsweise beim ersten World Cup des vergangenen Jahres auf den Kapverden, als die besten Fahrer in epischen Bedingungen doppelt masthohe Wellen schlitzten.

 

Austragungsorte
In einer Mischung aus Destinationen, die sich über lange Zeiträume hinweg bewährt haben, und traumhaft-aufgregenden Kulissen bereiste der PWA Tour Tross 2007 so von Februar bis Oktober Sal auf den Kapverden, das bereits als möglicherweise bester World Cup aller Zeiten in die Geschichte einging, Portugals Panorama-Strand Guincho mit seinen kraftvollen Wellen, das kanarische Starkwindrevier Pozo Izquierdo und das noch weitgehend unbekannte Ibiraquera in Brasilien. Die Slalom-Tour führte die Fahrer sogar nach Ulsan in Korea, an die Spanische Costa Brava sowie auf die Kanareninseln Fuerteventura und Lanzarote und das türkische Alaçati. Am Ende jeden Jahres treffen sich die Teilnehmer der drei PWA-Disziplinen Wave, Freestyle und Racing zum Finale auf Sylt. 2007 standen mit dem schottischen Tiree Island und dem Windsurf-Mekka Maui auf Hawaii noch zwei weitere Stationen der Wave Tour an. 

 

Die Konstrukteurs Weltmeisterschaft

Viele Hersteller der Windsurfing-Branche zahlen einen jährlichen Beitrag an die PWA, um sie bei der Organisation der Tour zu unterstützen. Je mehr Aufmerksamkeit ihr zuteil wird, umso besser können die Marken für ihr Material werben. Die Produzenten nutzen zudem das professionelle Umfeld der World Cups, um ihre Boards und Segel unter Extrembedingungen zu testen und gleichzeitig deren Qualität zu unterstreichen, indem sie mit anderen Brands in Konkurrenz treten. Die finanzielle Unterstützung kann die PWA den Ausrüstern mit dem Constructors' Championship teilweise zurückzahlen. In einem mit der Formel 1-Konstrukteurswertung vergleichbaren Punktesystem, das allein auf den Wettkampfplatzierungen der Fahrer beruht, kämpfen die Segel- und Boardhersteller in jedem Jahr um den Sieg. Auch Windsurfer diskutieren ja gerne darüber, welches die besten Marken und Modelle sind und fällen darüber eventuell eine Kaufentscheidung.

 

Die Weltmeister 2007

Wave Männer: Kauli Seadi (BRA)

Der brasilianische Sunnyboy hat Windsurfen revolutioniert. Mit der Erfahrung eines Freestyle-Vizeweltmeisters im Gepäck hat er nun die Titelverteidiger die Königsdisziplin Wave mit seinem innovativen Surfstil auf spektakuläre Art und Weise erneut für sich entschieden.

 

Wave Frauen: Iballa Moreno (ESP)

Sonst oft verletzungsbedingt ewige Zweite hinter ihrer Zwillingsschwester Daida, wurde die schöne Spanierin wie bereits im vergangenen Jahr jetzt ein zweites Mal zur besten Wave-Surferin der Welt ernannt.

 

Freestyle Männer: Marcilio Browne (BRA)

Mit gerade 18 Jahren zählt Marcilio „Brawzinho“ Browne zu den Young Guns im internationalen World Cup-Zirkus. Er trickste sich mit atemberaubender Akrobatik zum Weltmeistertitel in der Trenddisziplin Freestyle.

 

Freestyle Fraunen: Daida Moreno (ESP)

Die mit 14 World Tour-Siegen erfolgreichste Windsurferin aller Zeiten schlug einmal mehr im Freestyle zu und trickste ihre Konkurrenz in Grund und Boden. In einer härter gewordenen Damenkonkurrenz um junge, aufstrebende Stars wie Sarah Quita Offringa bewies sie, dass der Weg zum Weltmeistertitel weiterhin nur über sie führt.

 

Slalom 42 Männer: Antoine Albeau (FRA)

Der bärige Bretone ist in der Slalom-Disziplin einfach unschlagbar. Auf der World Tour setzte er sich wieder einmal gegen die Legenden Dunkerbeck und Pritchard durch. Die Traditionsveranstaltung Defí Race in Frankreich gewann der Ex-Freestyle-Champion gleich gegen mehr als 700 Gegner. Schade, dass das keine Punkte in der PWA-Rangliste brachte.
 

Slalom 42 Fraunen: Karin Jaggi (SUI)

Karin Jaggi, das schweizerische Windsurf-Uhrwerk, kämpft seit Jahren in allen Disziplinen der Damen um den Titel und hat die Tour der Frauen gemeinsam mit den Moreno-Zwillingen nachhaltig geprägt. Die Routinierin bewies erneut, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

 

Konstrukteurs-Weltmeister Boards: Starboard

Konstrukteurs-Weltmeister Segel: North Sails

 

Links

Der Verband: PWA

Die Disziplinen:

Wave

Freestyle

Racing

Die Tour: PWA tour calendar 2008

 

Hier finden sie die komplette Portraits der Champions.

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