
Profi seit dem zarten Alter von 14 Jahren
Als Nachwuchstalent hat es der selbstbewusste Blondschopf in so kurzer Zeit schon bis in die Weltspitze geschafft. Er ist derzeit der Dritte der Wave-Weltrangliste, wurde in Gran Canaria zweiter und erster beim Deutschen Wave-Cup auf Sylt. Philip ist außerdem zum Surfer des Jahres 2010 gewählt worden.
Der heute 17-jährige hat einen deutschen Pass, geboren und aufgewachsen ist er aber in Vargas, auf Gran Canaria, Spanien. Seine Schwester heißt Kyra und ist 20 Jahre alt. Auch sie ist professionelle Windsurferin und darüber hinaus eine erfolgreiche Läuferin.
„Ich bin wohl an Land eher ein ruhiger Typ. Kein Draufgänger. Auf dem Wasser bin ich ganz anders: radikal, risikobereit und oft am Limit. Ich liebe es, neue Moves auszuprobieren und hoch zu springen.“, sagt Philip über sich selbst. Kyra fügt an: „Mein Bruder bringt mich oft zum Lachen – er macht ganz schön krasse Sachen!“



Windsurfprofi sein heißt hart trainieren
Ihre Familie betreibt ein Surfcenter an einem der besten Spots der Welt. Philip lebt also quasi im Urlaub. Von seinem Haus aus sind es keine 100 Meter bis zum Wasser. Er ist jeden Tag beim Windsurfen, normalerweise locker vier Stunden lang. Bis zu seinem Realschulbabschluß im vergangenen Sommer ging es jeden Tag direkt nach der Schule bis zum Abendbrot aufs Wasser. Nun hat er noch mehr Zeit, sich aufs Surfen zu konzentrieren: „Die Zeit braucht man aber auch, um die schwierigen Manöver zu lernen, und ganz sicher zu fahren. Wellen und Wind sind jeden Tag anders, dementsprechend muss ich auf den verschiedenen Brettern fit sein und mit allen Segelgrößen klar kommen.“
Sein Ziel: „Ich will Weltmeister werden. Letztes Jahr hat es leider nicht geklappt, aber immerhin kam ich unter die Top 3. Vielleicht in diesem Jahr, wer weiß? Ich hab jedenfalls viel trainiert“.
Einen Trainer hat Philip nicht, das ist in der Surfszene auch nicht üblich. „Ich gucke sehr viel Surffilme, daraus hole ich mir Ideen, was ich lernen möchte.“ Er holt sich dann noch ein paar Tipps bei den besseren Surfern und los geht’s mit dem Ausprobieren. An seinem Trickrepertoire arbeitet Philip sehr intensiv, denn er weiß auch, dass er nicht nur für sich selber sondern auch für seine Sponsoren gut sein muss. Schon jetzt steckt er mitten im Profizirkus.



Surfer sind cool
Einen Tipp hat Philip Köster für andere Kids: „Also auf alle Fälle, mal im nächsten Urlaub einen Kurs machen, (am besten wo es warm ist, z.B. bei Philip auf Gran Canaria) und dann zu Hause weitersurfen. Windsurfen lernt man ziemlich schnell, Und eigentlich braucht man gar nicht so viel Material. Außerdem haben Surfer alle coole Klamotten!“