Youngsters auf der Tour - Die jungen Wilden

Windsurfen hat sich in den vergangenen Jahren revolutioniert. Die pausenlos nachrückenden jungen Supertalente haben zudem die Schlagzahl im World Cup erhöht. Wer in einem Jahr mit unglaublichen, neuen Kunststücken die Punktrichter in Verzückung versetzt, kann ein Jahr später mit den gleichen Moves oft schon keinen Blumentopf im internationalen Weltmeisterschaftszirkus mehr gewinnen.


Weltmeistertitel vor Führerschein
Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung in der Freestyle-Disziplin. Dominierten in den Neunziger Jahren stämmige Athleten wie Josh Stone oder sogar der schwere Franzose Antoine Albeau, dessen Stil eher kraftvoll als elegent war, die Szene, haben im neuen Millenium die jungen Wilden das Zepter übernommen. Die damals erst 15-jährige Sarah-Quita Offringa aus Aruba konnte bei den Damen nach langen Jahren Daida Moreno vom Freestyle-Thron stoßen. Ricardo Campello gewann seinen ersten Weltmeistertitel der Männer mit 18 Jahren, José "Gollito" Estredo mit 17 und der neue weltbeste Freestyler Marcilio "Brawzinho" BrowneMarcilio Browne (BRA) mit 18 - die Jungs haben schon einen festen Platz in den Annalen der PWA, noch bevor sie offiziell Alkohol trinken oder ihren Führerschein machen dürfen.


Die kreative Generation
Auch in der extrem populären Wave-Konkurrenz hat ein Umbruch stattgefunden. Björn Dunkerbeck, der sich nun auf die Disziplinen Slalom und Speed konzentriert, und Kevin Pritchard, Serienweltmeister des vergangenen Jahrzehnts, können nicht mehr ganz mit den neuen Stars mithalten. Victor Fernandez, Kauli Seadi, Ricardo Campello und Philip Köster, alle zwischen 17 und 25 Jahre alt, kombinieren ihre Freestyle-Tricks mit halsbrecherischen Wellenritten und führen so die Weltrangliste im Wave an.


Windsurfen spektakulärer denn je
Im Freestyle haben die neuen, gelenkigen Leichtgewichte längst die Nase vorn. Beweglichkeit statt Muskelpower, Kreativität statt Standardmanöver: Der Typus des erfolgreichen Windsurfers hat sich gewandelt. Stillstand ist Rückschritt. Das gilt für das neue Wettkampfwindsurfen mehr denn je. Dem Sport kann diese Entwicklung nur gut tun. Das Niveau steigt kontinuierlich, und darüber dürfen sich auch die Zuschauer freuen.

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