
In sechzehn Jahre holte sich Albeau 18 mal den Weltmeistertitel. Außerdem ist er vermutlich der vielseitigste Windsurfer, den es jemals gab: Antoine hat sowohl beim Slalom, als auch beim Speed, Formula und Freestyle Windsurfen Weltmeistertitel gewonnen. Wenn man im Vergleich einige der jüngeren Windsurfer ansieht, so stellt man fest, dass sie meist nur in einer Disziplin antreten.
Außerdem ist Antoine der schnellste Windsurfer der Geschichte: Am 05. März 2008 brach Antoine Albeau mit einer Geschwindigkeit von 49,09 Knoten (90,91 km/h) den Speed Sailing Rekord (der bis dato Finian Maynard gehörte). Er war damit der schnellste Mann auf dem Wasser, schneller als jedes teure High-Speed Segelboot. Im September 2009 gewannen die Segler jedoch die Krone zurück: Landsmann Alain Thébault segelte mit seinem Trimaran Hydroptere 51,36 Knoten schnell.
Trotzdem findet sich sein Name nun in die Analen des Weltsegelverbandes, dessen „World Sailing Speed Record Council WSSRC“ für die Anerkennung eines solchen Rekords zuständig ist. Dies ist schon allein deswegen eine beachtliche Leistung, da es seit 1972 erst vier Windsurfer in diesen elitären Club geschafft haben (Erik Beale, Pascal Maka, Thierry Bielak und Finian Maynard).



Eine wahre Legende
18 Weltmeistertitel und der bedeutendste Geschwindigkeits-Weltrekord, was will man mehr? Wegen dieser Liste an Titeln ist Antoine Albeau mittlerweile zu einer Legende des Windsurfens geworden, wie zuvor Ausnahmetalente wie Robby Naish und Björn Dunkerbeck, die Idole, denen Antoine selbst nacheiferte, als er noch ein Teenager war.
An das erste Mal, als er auf ein Windsurfboard stieg, kann sich der Weltmeister schon gar nicht mehr erinnern. Denkt er zurück, dann kommt es ihm so vor, als sei er schon immer gesurft. Tatsächlich war Windsurfen schon immer ein prägender Aspekt in seiner Familie. Sein Vater, Jean-Marie, war einer der ersten Windsurfer in Frankreich, nahm auch schon mit guten Ergebnissen an verschiedenen Wettkämpfen teil und gründete eine Windsurfingschule auf der île de Ré. Dabei sind die Gemeinsamkeiten zwischen Antoine Albeaus Familie und der von Björn Dunkerbeck beachtlich, hatten dessen Eltern doch auch eine Surfschule auf Gran Canaria.
Mit 39 Jahren ist Antoine auch heute noch ganz vorne mit dabei. Im ersten Contest diesen Jahres, dem PWA Slalom, wurde er zweiter. Er hat auch all das nötige Rüstzeug für einen Champ: eine einwandfreie Physis, ausreichend Selbstvertrauen, eine unerschütterliche, mentale Stärke und die besten Materialsponsoren der Szene. Der Weltmeister arbeitet mit den Top-Herstellern des Windsurfens zusammen. So wird er von den Marktführen für Segel und Boards, JP-Australia / NeilPryde und Wetsuits von “Quiksilver” ausgestattet.

Der Schlüssel zum Erfolg
An das erste Mal, als er auf ein Windsurfboard stieg, kann sich der Weltmeister schon gar nicht mehr erinnern. Denkt er zurück, dann kommt es ihm so vor, als sei er schon immer gesurft. Tatsächlich war Windsurfen schon immer ein prägender Aspekt in seiner Familie. Sein Vater, Jean-Marie, war einer der ersten Windsurfer in Frankreich, nahm auch schon mit guten Ergebnissen an verschiedenen Wettkämpfen teil und gründete eine Windsurfingschule auf der île de Ré. Dabei sind die Gemeinsamkeiten zwischen Antoine Albeaus Familie und der von Björn Dunkerbeck beachtlich, hatten dessen Eltern doch auch eine Surfschule auf Gran Canaria.
Ist dies das Geheimnis, wie aus einem Jungen ein Champion wird? Vermutlich ja, vorausgesetzt die Leidenschaft wird nicht erdrückt… An der Seite seines Vaters und schon seit seiner Jugend, trat Antoine gegen die besten Windsurfer Frankreichs bei den nationalen Meisterschaften an. Schnell erkannten die „Älteren“ dass dieser robuste, junge Kerl bald einer der besten seinen würde, vor allem bei harten Bedingungen. Im Alter von 20 Jahren machte Antoine seine ersten Erfahrungen im internationalen Weltcup Zirkus, beobachtete seiner Zeit die Stars der Szene und sammelte die Erfahrungen, die er später brauchen würde, um seine Idole zu überholen. Aber „selbst wenn er unter den 20 Besten der Weltrangliste war, kam er zurück nach hause und wurde dort von seinem Vater auf dem Wasser überholt”.



Windsurfen ist nicht die Formel1
Eine professionelle Welttournee, umfangreiche technische Ausrüstung, man könnte glatt Parallelen zur Formel 1 ziehen, nur dass die Verträge eines Antoine Albeaus nicht mit denen eines Lewis Hamilton vergleichbar sind. Antoine bringt es auf den Punkt: „Im Windsurfen ist nicht viel Geld zu verdienen, es ist schwer seine Zukunft abzusichern. Man muss eine Menge geben, bekommt dafür aber nur wenig, aber so ist es nun mal. Wenn ich zurück blicke in meine Vergangenheit, dann sehe ich da viele Jahre auf der Pro-Tour und eine Menge positiver Erinnerungen. Das ist es, was letztendlich zählt.”
Tatsächlich ist ein Profisurfer alles andere als ein braungebrannter Faulenzer, der sich am Strand herumtreibt. Das wirkliche Leben Antoine Albeaus ist die Aufeinanderfolge von Flugreisen, mit einem Minimum von 500 kg Gepäck beim Check In, um zu den Wettkämpfen auf der ganzen Welt zu gelangen, unterbrochen von Zeiten, die er mit seiner Familie in seinem wunderschönen Haus auf der île de Ré bei La Rochelle verbringen kann. „Viel zu selten” wenn es nach seiner Frau Sarah geht, einer bezaubernden Britin, die er auf der Tour traf, als diese noch für die PWA (Professional Windsurfers Association) arbeitet. „Drei oder vier Monate auf Hawaii zum Trainieren und Material Testen, drei Monate zu Hause und den Rest des Jahres unterwegs um die Welt”, das ist der jährliche Kalender des Weltmeisters und seiner Frau, die die meisten Reisen für ihn organisiert.


Seine Vielseitigkeit macht ihn einzigartig
Die Liste seiner Erfolge ist einer der vollständigsten in der Geschichte des Windsurfens. Mit 11 Weltmeistertiteln und einer ungezählten Sammlung an nationalen Meisterschaften ist Antoine Albeau einer der erfolgreichsten Windsurfer Europas, zusammen mit Björn Dunkerbeck. Aber das Beeindruckendste an Antoine ist nicht die schiere Zahl seiner Erfolge, sondern seine Vielseitigkeit, denn die meisten der aktuellen Top-Surfer haben sich auf eine einzige Disziplin spezialisiert. Nimmt man beispielsweise die amtierenden Weltmeister in den Disziplinen Freestyle oder Wave, so würden diese niemals erwarten bei einem Slalom-Event auch nur durch die Ausscheidungsrunde zu kommen, und deshalb gar nicht erst antreten.
Auf der anderen Seite könnte Antoine bei einer Ausscheidung im Wellensurfen durchaus auf der Liste der Letzten 10 stehen, wenn die Bedingungen seiner Körpergröße entsprechen würden. Albeau sammelte seine Titel in der gesamten Bandbreiter der Renndisziplinen (Slalom, Formula Windsurfing, Speed und Supercross), aber er gewann zudem auch einen Weltmeistertitel in der Disziplin Freestyle, bei der die Mehrzahl der Athleten gerade einmal die Hälfte seines Gewichts auf die Wage bringen würde. Und so überrascht es nicht, dass es zu seinen “Hobbys” zählt, sich in den Wellen der Welt auszutoben. Kaum beachtet neben seinem Speed-Weltrekord war es wiederum Antoine, der im Frühjahr dieses Jahres einige der größten Wellen vor Biarritz an der französischen Atlantikküste ritt, um kurz darauf noch für eine Runde „Stand Up Paddling“ aufs Wasser zu gehen.



Süchtig nach Sport
Seine Frau Sarah weiß es schon lang: „Tonio” ist ein Sportsüchtiger. Er kann nicht still sitzen, er braucht den Adrenalinkick. Dabei spielt es keine Rolle, was für ein Wetter wir haben, er geht so oder so aufs Wasser. Windsurfen, Wellenreiten, Paddle Surfen, Jetski, Kitesurfing, Wakeboarding, er tut sich in jeder Art von Wassersport hervor. Und sollte einmal kein Wasser in der Nähe sein, schnappt er sich sein Mini-Motorbike oder sein Snowboard, um sich seinen Rausch zu holen.“
Antoine’s gesammelte Erfolge
2010
World Champ Slalom
World Champ Formula Windsurfing
2009
World Champ Slalom
Vice World Champ Speed
2008
World Champ Slalom
Vice World Champ Speed 2008
World Windsurfing Speed
Record 49.09kts / 91.90km/h
Record holder for crossing the English channel (La Manche), 5h58min from Cherbourg to Poole for ellenmacarthurtrust.org
2007
World Champ Speed
World Champ Slalom
World Champ Formula Windsurfing
1st Defi Wind, 700 competitors
2006
World Champ Slalom
World Champ SuperX
European Champ Slalom
1st Defi Wind, 600 competitors
2005
World Champ Formula Windsurfing
European Champ Formula Windsurfing
1er Défi Wind, 500 competitors
2004
World Champ Formula Windsurfing
Vice European Formula Windsurfing
Vice World Champ SuperX
12 x National Champion 1992 to 2004
2003
Vice World Champ Formula Windsurfing
European Champ Formula Windsurfing
Vice World Champ Slalom
2002
Vice World Champ Formula Windsurfing
2001
World Champ Freestyle
Vice World Champ Formula Windsurfing
1997
Vice World Champ Speed
1995
Record for the crossing between Guadeloupe Martinique (Caribbean Islands) 100 Nautical miles in 6h30min
1994
World Champ IFCA Slalom
World Champ IFCA Racing
World Champ IFCA Overall