

Was bringt 900 Personen, zwischen 12 und 65 Jahren aus 14 verschiedenen Ländern dazu, zur gleichen Zeit nach Gruissan in Frankreich zu kommen? Richtig, Windsurfen. Zum 9. Mal findet in diesem Jahr das „Defi Wind“ vom 21. bis 24. Mai 2009 statt, das größte Jedermann-Windsurf-Rennen der Welt.
700, 800, 900 Windsurfer auf einmal
Das Besondere daran: was im Jahr 2001 eigentlich als Wette begann, hat sich inzwischen zu einer sportlichen Großveranstaltung der oberen Liga entwickelt. Im Windsurfsport versammelt das Defi Wind jährlich die weltweit größte Anzahl Windsurfer an einem Ort. Es zeigt, dass die Windsurfcommunity lebt und wächst. Seit 2006 wird gezählt. Das Ziel ist die 1000-Starter-Marke im Jahr 2010. Dieses Jahr 2009 starten also 900 „Defieurs“, wie die Surfer sich nennen. Schon jetzt könnten die Veranstalter die 1500 Teilnehmergrenze knacken, denn bereits wenige Tage nach Anmeldestart lagen mehr als 1400 Anfragen vor. Solch hohe Teilnehmerzahlen stellen die Organisatoren vor besondere Herausforderungen, denn beim Defi Wind starten alle auf einmal.


Massenstart: wer bremst verliert mehrere hundert Plätze
Alle gemeldeten Starter gehen gleichzeitig bei ein und demselben Rennen an den Start, wie bei einem großen Citymarathon, nur sehr viel schneller. 1000 Starter auf einmal mag sich zunächst wenig spektakulär anhören, vergleicht man das zum Beispiel mit den großen Marathonveranstaltungen mit zehntausenden Teilnehmern. 1000 Windsurfer auf einmal jedoch, die möglichst gleichzeitig per fliegendem Start über eine imaginäre Linie gleiten sollen, stellt jedes Jahr eine technische Herausforderung an die Organisatoren dar. Dieses Unterfangen ist auch nicht ganz ungefährlich. So schießen alle Surfer mit voller Geschwindigkeit parallel zum Strand auf ein mit Vollgas heranrasendes 200 PS starkes Motorboot zu, das direkt in Richtung Strand fährt, die Startlinie entlang. Hinter dem Boot erst darf die Linie überquert werden. Wer bremst verliert schnell einmal mehrere hundert Plätze. Doch das ist beim „Le Défi“ egal, denn hier zählt vor allem der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“ und das Durchkommen. Denn im normalen Windsurferalltag ist der Marathon ebenso wie bei den Läufern eher die Ausnahme. Die außergewöhnlich lange Distanz von 40 Kilometern Rennstrecke beim Defi Wind lässt bei so manchem die Arme lahm werden.


Jedermann kann die Speed-Weltelite herausfordern
Das Feld besteht aus Amateuren, sowie aus professionellen Windsurfern, die im direkten Duell gegeneinander starten. Im Jahr 2008 hatte der Wind dem großen Spektakel leider einen Strich durch die Rechnung gemacht und machte es unmöglich das Großereignis durchzuführen. Aber unabhängig vom Wind wird auch dieses Jahr wieder viel Prominenz beim Defi Wind erwartet. So waren unter anderem akteulle und frühere große Namen wie Antoine Albeau, Robert Teriitehau, Anders Bringdal 2008 mit von der Partie und als ganz besonderen Gast durfte die lebende Legende, der 85-jährige Jim Drake nochmals seine Leidenschaft zu diesem Sport zeigen.
Nun bleibt es nur noch abzuarten, ob dieses mal eine steifere Briese bläst. Wenn ja, dann steht einem gewaltigen Spektakel nichts mehr im Weg.
Mehr Informationen finden Sie auf der Defi Wind Website: www.defiwind.com
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