Bretttransport auf dem Autodach - aber richtig!

Was manchen abschreckt ist halb so wild - der Materialtransport. Man braucht nicht unbedingt ein großes Auto oder gar einen VW-Bus, um stressfrei an den Strand zu kommen. Wer einen Kombi fährt, kann meist einfach den Beifahrersitz umlegen und sein ganzes Equipment bequem als "stillen" Beifahrer im Wageninneren mit sich herumfahren.

 

Aber auch Kleinwagenpiloten müssen sich wegen des Transports keine Sorgen machen, wie die Bilder unten zeigen. Wer sein Board auf's Dach schnallen möchte, der sollte aber ein paar wichtige Tipps beachten. Grundsätzlich sollte man die Dachträgerholme mit einem Schaumstoff ummanteln oder sonst etwas unterlegen, damit das Board keine Dellen bekommt. Im Notfall tut's hier auch ein Handtuch. Im Folgenden verschiedenen Packvarianten:

 

1. Alles aufs Dach

Das Board mit der Nase nach vorne unten auf den Dachträger legen, so dass es hinten nicht zu weit übersteht, Gabelbaum obendrauf (auch hier etwas unterlegen), Mast daneben auf den Träger und mit zwei geeigneten Spanngurten festziehen. Segel sollte man, wenn möglich, nicht auf's Dach zurren, da sie sonst häßliche Knicke bekommen.

 

 

2. Nur das Board aufs Dach

Beliebt ist auch die Variante nur das Board aufs Dach zu schnallen und alles andere ins Auto zu packen. Das geht auch bei Kleinwagen ohne Probleme und ist mit Hinblick auf Diebstahlsicherheit sicherlich die besser Variante. Wenn die Gurte wie auf dem Bild über die Längskanten des Boards laufen, dann sollten sie nicht zu fest angezogen werden, um diese nicht zu beschädigen.

 

3. Heck voraus

Wer mit Hinblick auf die Kanten auf Nummer sicher gehen will, der kann sein Board auch Heck voraus mit der Nase nach hinten oben transportieren. Auf diese Weise laufen die Gurte nicht über die Längskanten. Eine gewisse Spoiler-Optik ist ein angenehmer Nebeneffekt, für alle, denen es gefällt. Aber Vorsicht bei Garagen oder Höhenbegrenzungen, Nase nach oben heißt auch, dass die Gesamthöhe des Fahrzeugs wächst.

 

4. So Nicht!!!

Die einzige Packversion, die absolut NICHT zu empfehlen ist, ist die Variante Nase nach vorne oben. So greift der Fahrtwind unter das Board, und es entsteht bei schneller Fahrt ein nicht zu unterschätzender Druck. So manches Board hat sich, auf diese Weise gepackt, schon vom Autodach veranschiedet. Auf Autobahnen mit Gegenverkehr kann ein herumfliegendes Surfboard lebensgefährlich sein!
 

Fotos Jan Frenzel

5. Boardbags schützen

Nicht nur Kondome, sondern auch Boardbags schützen! Moderne Windsurfboards sind zwar wesentlich haltbarer als früher, unangemessener Umgang kann aber dennoch zu unschönen Dellen oder gar Löchern führen. Meistens passieren derartige Missgeschicke nicht auf dem Wasser, sondern an Land. Ein Boardbag ist da die perfekte Lösung. Für praktisch jedes Board gibt es im Fachhandel ein passendes Boardbag, auch schon für kleines Geld.