Was ist Was?

Bevor es gleich aufs Wasser geht wirf noch einen Blick auf die Skizze rechts, sie zeigt die wichtigsten Begriffe zu deinem Material, damit es keine Missverständnisse gibt.

 

1.   Bug (Nase des Boards; engl. nose)

2.   Heck (Hinterteil des Boards; engl. tail)

3.   Fußschlaufe (engl. foot strap)

4.   Footpad (Gummipolster im Standbereich)

5.   Tragegriff (meist bei Family- und Kidsboards)

6.   Mastspur (engl. mast step)

7.   Schwertkasten (meist bei Family- und Kidsboards)

8.   Mast (in Masttasche des Segels; engl. mast)

9.   Vorliek (engl. luff)

10. Achterliek (engl. leech)

11. Unterliek (engl. foot of sail)

12. Segeltop (engl. top)

13. Fastfuß (engl. mast base/downhaul)

14. Gabelbaum (engl. boom)

15. Schothorn (engl. clew/outhaul)

16. Trapeztampen (engl. harness lines)

17. Startschot (Aufholleine; engl. uphaul)

18. Segellatte (engl. batten)

Material transportieren

Was manchen abschreckt ist halb so wild - der Materialtransport. Man braucht nicht unbedingt ein großes Auto oder gar einen VW-Bus, um stressfrei an den Strand zu kommen. Wer einen Kombi fährt, kann meist einfach den Beifahrersitz umlegen und sein ganzes Equipment bequem als "stillen" Beifahrer im Wageninneren mit sich herumfahren.

 

Aber auch Kleinwagenpiloten müssen sich wegen des Transports keine Sorgen machen, wie die Bilder unten zeigen. Wer sein Board auf's Dach schnallen möchte, der sollte aber ein paar wichtige Tipps beachten. Grundsätzlich sollte man die Dachträgerholme mit einem Schaumstoff ummanteln oder sonst etwas unterlegen, damit das Board keine Dellen bekommt. Im Notfall tut's hier auch ein Handtuch. Im Folgenden verschiedenen Packvarianten:

 

1. Alles aufs Dach

Das Board mit der Nase nach vorne unten auf den Dachträger legen, so dass es hinten nicht zu weit übersteht, Gabelbaum obendrauf (auch hier etwas unterlegen), Mast daneben auf den Träger und mit zwei geeigneten Spanngurten festziehen. Segel sollte man, wenn möglich, nicht auf's Dach zurren, da sie sonst häßliche Knicke bekommen.

 

 

2. Nur das Board aufs Dach

Beliebt ist auch die Variante nur das Board aufs Dach zu schnallen und alles andere ins Auto zu packen. Das geht auch bei Kleinwagen ohne Probleme und ist mit Hinblick auf Diebstahlsicherheit sicherlich die besser Variante. Wenn die Gurte wie auf dem Bild über die Längskanten des Boards laufen, dann sollten sie nicht zu fest angezogen werden, um diese nicht zu beschädigen.

 

3. Heck voraus

Wer mit Hinblick auf die Kanten auf Nummer sicher gehen will, der kann sein Board auch Heck voraus mit der Nase nach hinten oben transportieren. Auf diese Weise laufen die Gurte nicht über die Längskanten. Eine gewisse Spoiler-Optik ist ein angenehmer Nebeneffekt, für alle, denen es gefällt. Aber Vorsicht bei Garagen oder Höhenbegrenzungen, Nase nach oben heißt auch, dass die Gesamthöhe des Fahrzeugs wächst.

 

4. So Nicht!!!

Die einzige Packversion, die absolut NICHT zu empfehlen ist, ist die Variante Nase nach vorne oben. So greift der Fahrtwind unter das Board, und es entsteht bei schneller Fahrt ein nicht zu unterschätzender Druck. So manches Board hat sich, auf diese Weise gepackt, schon vom Autodach veranschiedet. Auf Autobahnen mit Gegenverkehr kann ein herumfliegendes Surfboard lebensgefährlich sein!
 

Fotos Jan Frenzel

5. Boardbags schützen

Nicht nur Kondome, sondern auch Boardbags schützen! Moderne Windsurfboards sind zwar wesentlich haltbarer als früher, unangemessener Umgang kann aber dennoch zu unschönen Dellen oder gar Löchern führen. Meistens passieren derartige Missgeschicke nicht auf dem Wasser, sondern an Land. Ein Boardbag ist da die perfekte Lösung. Für praktisch jedes Board gibt es im Fachhandel ein passendes Boardbag, auch schon für kleines Geld.

Material lagern

Ein Segel ist gebaut, um Wind einzufangen, egal ob auf dem Wasser oder an Land. Damit es nicht davon fliegt, muss es im richtigen Winkel zum Wind (hier von rechts) abgelegt werden.

 

1. Zusammengesteckt I

Damit dein Rigg am Strand nicht zum unkontrollierten Flugobjekt wird, musst du es so ablegen, dass der Wind keine Angriffsfläche hat. Die einfachste Variante zeigt das Bild links. Board und Rigg sind zusammengesteckt, das Board liegt mit der Oberseite nach unten quer zum Wind, das Segel so, dass der Wind weder unter das Vorliek noch unter das Unterliek greifen kann, sondern einfach darüber hinweg bläst.

 

2. Zusammengesteckt II

Wenn du an einem Sandstrand bist, kannst du dein Board, wenn du es zusammengesteckt mit dem Rigg sicher ablegen möchtest, auch mit der Oberseite nach oben hinlegen. Dabei drückst du die Finne tief in den Sand, so ist dein Equipment noch einmal zusätzlich gesichert. Ansonsten bleibt alles gleich wie bei Bild 1.

 

 

3. Board auf Segel I

Eine weitere sichere Variante ist es, sein Board mit der Oberseite nach oben, Bug voraus auf das Segel, unter den Gabelbaum zu schieben. Das Rigg liegt dabei in der gleichen Position wie auf Bild 1. Das Board beschwert das Segel und hindert es so am Wegfliegen.

 

 

 

4. Board auf Segel II

Wer sicher gehen möchte, dass seine Finne nicht auf dem Boden aufsteht und verkratzt, der kann sein Borad auch umgekehrt mit der Oberseite nach unten auf sein Segel legen und unter den Gabelbaum schieben. Allerdings sollte bei dieser Variente der Mastfuß vorher aus dem Board geschraubt werden, damit es keine Beulen im Segel gibt. Das Segel liegt dabei in der gleichen Position wie bei Bild 1.

 

Fotos Kerstin Reiger

Achtung: Ein Segel sollte niemals ungesichert abgelegt werden, auch wenn man nur noch das Board holt. Ein umherwirbelndes Rigg ist eine Gefahr für alles und jeden.