Worauf kommt es an?

Damit du schnell Fortschritte machst ist es wichtig das richtige Board und Segel zu haben. Modernes Equipment ist alten, schweren Boards und wackeligen Segelkonstruktionen bei weitem überlegen. Hierbei geht es nicht um Leistung, sondern vor allen Dingen um einfache Handhabung, Komfort und Kontrollierbarkeit.

 

Wenn alleine schon das Aufbauen des Riggs dich mehr Nerven als ein Weltmeisterschaftsfinale kostet, dann ist es mit der Freude am Surfen schnell vorbei. Auch Lernerfolge lassen lange auf sich warten, wenn ein 25 Kilogramm schweres Board vom Dachboden ums Verrecken nicht um die Kurve fahren will, und ein 15 Jahre altes Segel bei nur leicht auffrischendem Wind zur unkontrollierbaren Zeltplane mutiert.

 

Daher ist der Einstieg ins Windsurfen auf Papas altem Board mit dem bunten Dreieckssegel aus dem Sperrmüll schlichtweg nicht zu empfehlen. Du willst Spaß auf dem Wasser haben, Windsurfen lernen und das möglichst mit schnellen Lernerfolgen. Dazu braucht es ein geeignetes Board und ein passendes Segel.

 

Grundsätzlich bekommst du in jedem guten Surfshop eine professionelle Beratung. Die Auswahl ist riesig, und gerade für Einsteiger sind die unzähligen Modelle nur schwer einzuordnen. Daher geben wir dir im Bereich "Equipment" einen groben Überblick, welches Board und welches Segel bei welchen Bedingungen für dein Körpergewicht zu empfehlen ist.

 

Hier vorab die wichtigsten Anhaltspunkte:

 

1. Das Board sollte vor allen Dingen groß genug für dich sein. Wenn du damit nur untergehst, kannst du keine Fortschritte machen. Ausschlaggebend für die Größe deines Boards ist dein Körpergewicht. Es geht hier nicht um die Länge oder die Breite des Boards, sondern vor allem um das Volumen.

 

Wieviel Gewicht ein Board tragen kann hängt nämlich von seinem Volumen ab. Ein Liter Boardvolumen verdrängt ein Liter Wasser und trägt somit ein Kilogramm Gewicht. Aber was muss das Board tragen können, um nicht unterzugehen? Die Antwort ist einfach: Alles! Das Board muss dein Körpergewicht tragen, aber auch deinen Neoprenanzug, das komplette Rigg und das Eigengewicht des Boards.

 

Hier ein Rechenbeispiel: 85 kg Körpergewicht + 7 kg Rigggewicht + 2 kg Neoprenanzug + 12 kg Boardgewicht = 106 kg. Das Board müsste also, rechnet man noch das Wasser in deinem Anzug und auf dem Segel hinzu ca. 110 Liter Volumen haben, um gerade so nicht unterzugehen.


Damit du aber sicher auf deinem Board stehen kannst sollte es noch etwas Überschuss- volumen haben. Bei Einsteigern besagt die Faustregel, dass das Überschussvolumen ungefähr dem eigenen Körpergewicht entsprechen sollte. Bei unserem Beispiel sollte das Board also in etwa 195 Liter Volumen haben.

 

Eine Orientierungshilfe, welche Volumenklasse für dein Körpergewicht angemessen ist, gibt dir die Grafik unten. Welche Boardtypen sich für Ein- und Aufsteiger eignen erklären wir im Bereich "Dein erstes Board".

 

 

2. Beim Segel kommt es zuerst einmal auf die Segelfläche an. Ausschlaggebend ist wiederum dein Körpergewicht und die Stärke des Windes. Je schwerer man ist, desto größer muss auch das Segel sein, um ausreichend Vortrieb zu erzeugen. Je stärker der Wind ist, desto kleiner können die Segel sein, um diesen Vortrieb zu erzeugen. Bei gleichem Wind gehen leichte Surfer also mit einem kleineren Segel aufs Wasser, als schwere Surfer. Wird der Wind merklich stärker wechseln irgendwann beide Surfer auf ein jeweils kleineres Segel.

 

Moderne Segel haben einen sehr großen Einsatzbereich. Das heißt man kann mit ihnen schon bei wenig Wind fahren, sie aber auch noch bei wesentlich stärkerem Wind immer noch kontrollieren. So kann man mit wenigen Segeln den kompletten Windbereich abdecken. Für Ein- und Aufsteiger reichen also ein bis zwei Segel in der Regel aus, um den optimalen Windbereich von zwei bis fünf Bft. abzudecken.

 

Die Grafik oben bietet dir die nötigen Anhaltspunkte, bei welchem Wind welche Segelgrößen für dein Körperewicht angemessen sind. Welche Segeltypen sich für Ein- und Aufsteiger eignen erklären wir im Bereich "Dein erstes Rigg".

Neuer Eventguide 2009

Finde auf einen Blick alle Spots, Schulen, Clubs, Shops und jetzt auch Events in deiner Nähe.

 

Schulen, Shops, Clubs und Veranstalter können hier kostenlos ihre Zugangsdaten anfordern!